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Smartes Land - Von der Smart City zur digitalen Region

So digital ist Deutschland wirklich

Das Unternehmen Cisco hat im August 2018 die repräsentative Umfrage „So digital ist Deutschland wirklich“ in Auftrag gegeben. Insgesamt wurden über 5000 Personen zu ihrer Einstellung zur Digitalisierung und digitalen Diensten in Deutschland befragt. 

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Während die Digitalisierung weiter voranschreitet, stehen die Deutschen dieser derzeit noch eher mit gemischten Gefühlen gegenüber. Während zwar noch rund ein Viertel (23,5 Prozent) neugierig ist, was an Neuerungen auf sie zukommt, sind fast genauso viele (22,8 Prozent) genervt, wenn es um Digitalisierung geht. 12,1 Prozent fühlen sich überfordert oder sind besorgt und 11,6 Prozent sind verunsichert. Hierbei besteht jedoch kein Zusammenhang zu dem Alter der befragten Personen. Die am stärksten „genervte Gruppe“ sind die 30- bis 39-Jährigen (27 Prozent).

Am wenigsten spürbar ist die Digitalisierung für die Befragten im Bildungsbereich, der Verwaltung und dem Gesundheitswesen. Beamte sehen hierbei die Verwaltung sogar noch schlechter aufgestellt als normale Bürger. Der größte Handlungsbedarf in Bezug auf die Digitalisierung wird deshalb auch genau in den Bereichen Bildungswesen (43,6 Prozent) und Verwaltung (21,9 Prozent) gesehen.

Inwieweit sich Bürgerinnen und Bürger gut vorbereitet auf die neuen, digitalen Technologien fühlen, hängt stark mit dem Alter zusammen. Je älter die Befragten, desto höher steigt der Anteil derer, die sich schlecht vorbereitet fühlen. Hier sei es besonders wichtig, die ältere Generationen über Vorbilder und Fortbildungen an die Technologien heranzuführen, um eine „digitale Spaltung“ der Gesellschaft zu vermeiden. Insgesamt fühlen sich jedoch über 50 Prozent der Deutschen gut vorbereitet.

Die Mehrheit der Befragten gibt an im Ausland mehr digitale Angebote vorzufinden als in Deutschland. Zudem sehen 39 Prozent Deutschland im internationalen Vergleich im unteren Drittel. Fast ein Viertel ordnet die Bundesrepublik sogar in der Schlussgruppe ein. Nur ein Viertel sieht Deutschland im stabilen Mittelfeld. Hierbei ist das schlechte Image in Sachen Digitalisierung nicht an eine bestimmte Altersgruppe gebunden.

Die Studie zeigt, dass in Deutschland noch starker Handlungsbedarf besteht und aktiv daran gearbeitet werden muss alle Bevölkerungsgruppen bei der Digitalisierung mitzunehmen.

Die Studie „So digital ist Deutschland wirklich“ kann unten abgerufen werden.


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© DStGB, Berlin, 15.08.2018