Im Rahmen des „Digital Coach“-Projektes werden Jugendliche als Digitaltrainer:innen ausgebildet, um Menschen über 60 Jahre im Umgang mit digitalen Technologien zu unterstützen und digitale Teilhabe zu ermöglichen. Die Schulung der Jugendlichen gliedert sich in acht unterschiedliche Themenbereiche wie z.B. „Lebenswelten von Senior:innen“, „Didaktik“ oder „Rechtliches“. Anschließend leiten die jungen Menschen eine „Digital Sprechstunde“ mit etwa fünf bis 15 Seniorinnen und Senioren. Dabei vermitteln sie grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit Soft- und Hardware und stehen für weitere Fragen zur Verfügung. Unterstützt werden die „Digital-Coaches“ dabei von einer pädagogischen Fachkraft des Vereins. Die Sprechstunden finden einmal wöchentlich in Jugendfreizeiteinrichtungen, Mehrgenerationenhäusern oder Bibliotheken in Präsenz statt.
Das Projekt hat zum Ziel, den Seniorinnen und Senioren einen niedrigschwelligen und kostenfreien Zugang zu digitaler Bildung sowie zu gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen. Zudem werden sie bei der Bewältigung ihres Alltags entlastet, etwa durch die Möglichkeit Termine online zu buchen, E-Mails zu schreiben oder wichtige Informationen aus dem Internet zu erhalten. Im Gegenzug erfahren die Jugendlichen Selbstwirksamkeit und das Gefühl mit ihren Fähigkeiten etwas Positives bewirken zu können. Für diesen Ansatz wurde das Projekt unteranderem mit dem Jurypreis für digitales Miteinander des Digitaltags 2024 ausgezeichnet.
Neben den „Digital Coaches“ fördert der Verein auch im Rahmen weiterer Projekte den intergenerationellen Austausch. Dazu zählt etwa die „Generationen-WG Berlin“ in der junge Erwachsene gemeinsam mit Menschen über 60 Jahren leben. Im Projekt „Schnuppertag Handwerk“ werden die Rollen getauscht und die Seniorinnen und Senioren unterstützen die Jugendlichen bei ihrer Berufsorientierung. Ältere Menschen, die früher in einem klassischen Ausbildungsberuf gearbeitet haben, berichten in einem vierstündigen Workshop von ihren Erfahrungen. Dabei lernen die Jugendlichen mit ihren eigenen Händen auch das jeweils verwendete Werkzeug kennen und erhalten einen authentischen Einblick in den Arbeitsalltag.

