DATENSTRATEGIE & DATENINFRASTRUKTUR FÜR DIGITALE KOMMUNEN

Open Data in der Praxis: Die Stadt Ulm zeigt wie es geht


Eine Gruppe von Open Data-Interessierten aus Ulm arbeitet gemeinsam an der Entwicklung von diversen Datensätzen, um diese unter offenen Lizenzen bereitzustellen. Für die wissenschaftliche und praktische Bearbeitung des Themas Open Data wurde im Frühjahr 2011 die studentische „datalove“ Hochschulgruppe an der Universität Ulm gegründet. Innerhalb des gesamten Projektes wurde bereits im Jahr 2015 ein Hackathon für die Jugend initiiert und durchgeführt. An drei Tagen durften insgesamt 50 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren aus ganz Süddeutschland bei „ Jugend hackt Süd“ zeigen, mit welchen Ansätzen sie die Welt ein wenig vereinfachen würden. Einen Überblick über die Ergebnisse der Projekte können hier eingesehen werden.

Unter anderem wurde für die Stadt Ulm eine Karte mit noch verfügbaren Kita-Plätzen entwickelt. Die Daten für die KiTa-Plätze kommen von der Übersichtsseite der Stadt Ulm, und werden regelmäßig überarbeitet und angepasst. Über die Karte kann auch eingesehen werden, wer der Träger der KiTa ist – dies vereinfacht die Suche der Eltern nach einem freien KiTa-Platz für ihre Kinder. Nicht ohne Grund nimmt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie einen großen Stellenwert in der Kommunalpolitik ein. Es geht auch darum, werdenden Eltern oder Familien eine Perspektive zu schaffen, indem berufliches Leben mit dem privaten und einer Kinderplanung vereinbar ist – für Kommunen ist das ein entscheidender Standortfaktor. Deswegen ist eine Plattform, wie sie die Stadt Ulm bereitstellt, ein wichtiger Weg, um einen transparenten Überblick zu gewährleisten.

Alles auf einen Blick – das geht mit der „uulm-Map“. Eigentlich entstand die Karte als kleine Fingerübung, um Fahrradabstellanlagen zu kartieren, jetzt dient sie als ein One-Stop-Shop. Hier geht es darum, dass alle relevanten Punkte des Universitätsgeländes auf der Karte markiert werden können. Die Idee kam bei einem gemeinsamen Brainstorming auf, dem sogenannten Open Data Day im Jahr 2015. Momentan werden neben den Fahrradparkplätzen auch Automaten (Sprich: Eis, Essen…) und die Kunstwerke (Kunstpfand) angezeigt. Für alle Nutzer:innen dieser App besteht die Möglichkeit auch selber Eintragungen vorzunehmen. Dieser Feedback-Loop, das heißt das Zusammenwirken von „Daten fehlen? Trage sie selber ein!“, ist einer der besten Nebeneffekte dieser Karte. Auch hier werden die Studierenden unmittelbar in die Entwicklung neuer Möglichkeiten zur Gestaltung des Universitätslebens mit einbezogen und können ihre Informationen mit anderen unmittelbar teilen.

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