kommunale ernährungsgestaltung

So geht nachhaltige Ernährung: GemüseAckerdemie Geestland


Für Kommunen spielen die Themen rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit in vielen ihrer Aufgabenbereiche eine bedeutende Rolle. Der nachhaltige Ausbau der Ernährungssysteme in Kommunen bietet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Für eine solche nachhaltige Entwicklung ernährungsbezogener Aktivitäten in den Kommunen ist es wichtig, alle relevanten Akteursgruppen miteinzubeziehen – so auch schon die ganz Jungen.

Das Projekt „GemüseAckerdemie“ umfasst bis heute insgesamt mehr als 860 Lernorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier wird noch für Bildung und Ernährung geackert, damit eine weitere Generation weiß, was sie isst. Auch in Geestland wird seit Mai in einer Kita und einer Grundschule fleißig angepflanzt und geerntet, denn man möchte die junge Generation für eine gesunde und nachhaltige Ernährung begeistern. Geschaffen werden soll dies durch einen neuen Lernort, indem die Kinder ihre ersten Naturerfahrungen sammeln können. Unmittelbar neben der Kita und Grundschule betreiben die Kinder einen eigenen Acker und pflanzen ihr eigenes Gemüse an.

„Es gibt keinen Ort, der pädagogisch so wertvoll ist, wie der Acker“, sagt Daniel Altenbeck, Leiter der Kindertagesstätte Drangstedt-Elmlohe. „Das Ackern fördert nicht nur die motorischen und kognitiven Fähigkeiten, sondern es hat auch eine soziale Komponente: Die Kinder lernen Kooperation und können gemeinsam Erfolge erzielen.“ Auf dem Acker erfahren die Kinder und Jugendliche die vollständige Produktionskette des Gemüseanbaus und können praktisch erlernen, wie das eigene Gemüse wächst. Das Projekt „GemüseAckerdemie“ zeigt, dass man das Thema Nachhaltigkeit und den Bildungsbereich gut miteinander verankern kann. Gleichzeitig leistet das Projekt einen positiven Beitrag zum Ernährungsverhalten der Kinder, denn sie lernen durch das eigene Pflegen des Ackers, wie einfach eine gesunde und gehaltvolle Ernährung funktionieren kann.

Kommunen werden in Zukunft neben ihrer Energieversorgung und Mobilität, auch ihre Versorgung mit Nahrungsmitteln neu aufstellen müssen. Nachhaltige und regionale Modelle werden an Attraktivität gewinnen – Ernährung ist schon heute eines der Zukunftsthemen. Es geht also darum Projekte zu entwickeln, die Community-Building sowie regionale Ernährung zu vereinen. Das Projekt „GemüseAkademie“ holt dann sogar noch die ganz Kleinen mit ins Boot – das Projekt bietet der „AckerSchule“, „AckerKita“ und „GemüseKlasse“ einen neuen Lernort an der frischen Luft. Die „GemüseAkademie“ lockert zudem den Schulalltag auf und ermöglicht eine neue Form des Austauschs und Lernens. Der Mehrwert für die Kommunen ist dabei sehr groß. Die Kinder gewinnen neues Wissen über nachhaltige Ernährungskonzepte vor Ort, wobei sogar ein pädagogischer Mehrwert entsteht. Ernährungskonzepte müssen gerade jetzt immer wieder neu gedacht werden. Das Ackern im schuleigenen Garten kann also das Bewusstsein der Kinder für eine nachhaltige und gesunde Ernährung positiv beeinflussen.

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