Datenstrategien und Dateninfrastruktur

Nationale Smart Cities-Plattform - Datenstrategien


Digitalisierung ist ein Querschnittthema, welches Veränderungen in allen Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung verursacht. Durch die Digitalisierung können viele positive Potenziale in den Städten und Gemeinden und zahlreiche Chancen zur Transformation gehoben werden. In unzähligen Bereichen ist der Wandel schon angekommen und spannende, smarte Entwicklungen verbessern bereits die Mobilität, Energieeffizienz, digitale Verwaltung oder auch öffentliche Dienstleistungen.

Neben Vorteilen und Potenziale entstehen durch die Digitalisierung aber auch Herausforderungen, wie Datenschutz und Datensicherheit sowie die digitale Spaltung der Gesellschaft.

Leitlinien für Datenstrategien

Die entworfenen Leitlinien für Datenstrategien umfassen insgesamt sieben Punkte:

  1. Daten zielorientiert nutzen: Die Datenstrategie soll spezifisch auf die Bedarfe der Stadt ausgerichtet werden und ist als Werkzeug für eine nachhaltige, gemeinwohlorientierte Stadt zu verstehen. Hierbei können sowohl die Strategie als auch die Anwendungen bedarfsorientiert weiterentwickelt werden.
  2. Datenkompetenzen aufbauen und weiterentwickeln: Kommunale Verwaltungen müssen Fach- und Methodenkompetenzen sowie Personalkapazitäten aus- bzw. aufbauen. Das Personal muss befähigt werden das Potenzial in digitalen Datenbeständen zu erkennen und Prozesse und Strukturen zur Datenhebung aufzubauen.
  3. Mit Daten wertorientiert umgehen: Beim Umgang mit Daten sollte sich an gemeinsamen Prinzipien und Grundwerten orientiert werden. Vor allem Bereiche, die noch nicht reglementiert sind, sollten Berücksichtigung finden. Hierbei spielen Datenethik, der Datenschutz als auch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung eine bedeutende Rolle.
  4.  Zugang zu Daten schaffen: Im ersten Schritt ist es zentral, dass Kommunen Zugang für die für sie relevanten Daten haben und über diese Daten auch die Hoheit behalten.
  5. Durch Daten kommunale Wertschöpfung schaffen, Daseinsvorsorge stärken und kommunale Geschäftsmodele ermöglichen: Das gemeinsame Nutzen von Daten kann große Innovations- und Wertschöpfungspotenziale in den Kommunen heben. Vor allem um die Herausgabe von kommunalen Daten zu regeln, benötigt es jedoch noch zusätzliche Rahmenbedingungen.
  6. Durch Datenkooperationen einen Mehrwert für die gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung schaffen:Durch Datenkooperationen kann ein Mehrwert für die Stadtentwicklung geschaffen werden. Hierbei können Daten innerhalb der Kommunalverwaltung, zwischen Kommunalverwaltungen oder auch zwischen Kommunen und kommunalen oder privaten Unternehmen geteilt werden. Prinzipiell wird jedoch eine Kultur des Datenteils nötig sein. Diese sollte auf bestehenden Kooperationen, Verständnis, Vertrauen und Austausch aufbauen.
  7. Transparenz herstellen, Partizipation und Ko-Kreation ermöglichen: Wegen der hohen Dynamik in diesem Bereich muss eine Datenstrategie konstant weiterentwickelt werden. Durch öffentlich zugängliche Daten kann Transparenz hergestellt werden und Daten können Grundlage für einer gemeinsamen Informationsbasis werden und Potenziale für Ko-Kreation aufzeigen. Dies kann Kommunen dabei helfen, den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Durch den Leitfaden sollen die kommunale Datensouveränität gestärkt werden sowie Orientierung für den Aufbau eines Rahmens für und die Umsetzung einer gemeinsamen Datenstrategie geben. Im Rahmen der Publikation werden zu den einzelnen Punkt weitere Erklärungen gemacht und Praxisbeispiele gegeben.

Weitere Informationen unter

https://www.smart-city-dialog.de/wp-content/uploads/2021/04/Datenstrategien-fuer-die-gemeinwohlorientierte-Stadtentwicklung.pdf


 

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