Wasser

Regenmessung über Mobilfunk


Forscher*innen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Augsburg gelang die erste deutschlandweite Regenmessung mit Mobilfunk. Vor allem in der Landwirtschaft und bei der Hochwasserfrüherkennung sind Regenmessungen von besonderer Bedeutung. Flächendeckende Regenmessungen sind jedoch sehr kostenintensive. Dieser neue Ansatz könnte dies ändern.

Möglich ist die Niederschlagbestimmung über die Frequenz von 15 bis 40 Gigahertz. Diese Wellenlänge entspricht der typischen Größe von Regentropen. Je mehr Niederschlag fällt, desto schwächer wird das Signal mit dem der Sendemast Informationen austauschen kann. Das Forschungsteam hat über einen Zeitraum von einem Jahr jede Minute die Abschwächung von 4000 Richtfunkstrecken gemessen. Daraus entstand ein in seiner Auflösung und Größe einzigartiger Datensatz.

Abschwächungen sind natürlich nicht nur auf Regenfälle zurückzuführen, sondern auch auf andere Umwelteinflüsse wie Sonneneinstrahlung oder Wind. Um diese anderen Faktoren auszuschließen, wurde eine Künstliche Intelligenz trainiert. Diese kann mittlerweile erkennen, wann Abschwächungen im Netz auf Regenfälle zurückzuführen sind. So kann das System auch ohne die Kalibrierung der traditionellen Methoden zur Regenmessung auskommen.
In Deutschland lässt sich das Verfahren am besten von Frühjahr bis Herbst anwesenden. Graupel und Schneeregen stellen das System bereits vor Herausforderungen und Schnee lässt sich über das Mobilfunknetz überhaupt nicht messen.

Weitere Informationen zu dem Projekt   Karlsruhter Institut für Technologie

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