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kommunale mitarbeiter*innen

Co-Working Spaces für mehr Lebensqualität auf dem Land


Die neue Form des Zusammenarbeitens bietet den Städten und Gemeinden unterschiedliche Vorteile: Besonders im Zeitalter der Digitalisierung dürfen die ländlichen Regionen nicht abgehängt werden und dabei können die neuen Dorf-Büros gleiche Standards für den Zugang zum Internet garantieren. Die sich intensivierende Verstetigung des Arbeitens in der Stadt, kann mittels moderner Co-Working Spaces in Zukunft minimiert werden. 

Also eine Win-Win-Win Situation für die Kommunen, da erstens der kommunale Leerstand wiederbelebt werden kann, zweitens die Arbeit ins Dorf zurückgeholt wird und man Unternehmen in einer Region so hält, und drittens kann somit die Infrastruktur, der Einzelhandel und die Gastronomie vor Ort gestärkt werden. 

Zur Ermittlung der zu fördernden Kommunen hat die Entwicklungsagentur für die Jahre 2019/ 2020 und 2021 Wettbewerbe initiiert. Die Bewerbung für die finanzielle Förderung und eine Beratung zur Umsetzung der neuen Arbeitsbereiche muss unterschiedliche Kriterien beinhalten: Von einem Konzept, über die passende Immobilie bis hin zu einem Finanzplan. Dabei bietet die Agentur vorgefertigte Muster und eine Beratung für die Kommunen an. Bis zu drei Kommunen werden pro Jahr prämiert. In dem letzten Jahr durften sich die Gemeinden „Buch im Hunsrück“, „Annweiler am Trifels“ und „Aar-Einrich“ über die Prämie und die Unterstützung zur Eröffnung der Dorf-Büros erfreuen. Zu Beginn ermöglicht die Entwicklungsagentur den Kommunen eine Beratung zur Umsetzung des Konzeptes, sowie einen finanziellen Bonus von 25.000 Euro. In den drei folgenden Jahren erhalten die Kommunen für das Bestehen der Dorf-Büros weitere 75.000 Euro, aufgeteilt auf die drei Jahre. Voraussetzung für die Förderung und Beratung ist aber gleichzeitig, dass die Kommunen die Dorf-Büros/ Co-Working Spaces noch mindestens zwei weitere Jahre eigenständig fortführen. Die Dorf-Büros dienen dann als Gemeinschaftsbüros, in denen es den Menschen vor Ort ermöglicht wird, zeitlich flexibel einzelne Arbeitsplätze und Besprechungsräume zu nutzen. Die neue Form des Arbeitens kann vielen Dörfern die Chance einräumen, die Lebensqualität vor Ort zu verbessern und die Arbeit wieder zurück ins Dorf zu holen. Gleichzeitig können auch die kommunalen Mitarbeiter*innen von den Vorteilen solcher Dorf-Büros profitieren. Die neue Form des agilen Arbeitens macht die Kommune als möglichen Arbeitgeber attraktiv und bietet ein flexibles Arbeitsumfeld. Der unmittelbare Austausch mit anderen Menschen kann gegenüber dem herkömmlichen Arbeitsumfeld oder der Home-Office Alternative viele weitere Vorteile mit sich bringen. Nicht zuletzt soll durch die Co-Working Spaces die Lebensqualität der Mitarbeiter*innen verbessert werden, so die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. Bewerbungsschluss für das Jahr 2021 ist der 16. Februar 2021. 

In vielen Großstädten Deutschlands ist die Form des Arbeitens in Co-Working Spaces schon längst Teil des Stadtbildes geworden. Kleinere Städte und Gemeinden sollen aber auch von den Vorteilen des neuen Arbeitsumfeldes profitieren können. In Schleswig-Holstein zum Beispiel wirbt die Heinrich-Böll-Stiftung in einem Projekt in der Kiel-Region an unterschiedlichen Standorten mit mobilen Büros. Ziel ist es Menschen auf dem Land das (Arbeits-) Leben so zu erleichtern, dass sich flexibler Arbeiten können und einem möglichen Pendeln so aus dem Weg gehen. Das Projekt in Schleswig-Holstein ist auf drei Jahre ausgelegt und wird vom Bund gefördert. 

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