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digitale souveränität

Digitale Alphabetisierung


Digital souverän zu sein und zu bleiben ist nicht nur für die älteren Bevölkerungsgruppen, sondern für die gesamte Gesellschaft eine ständige Herausforderung. Die Innovationsgeschwindigkeit im digitalen Zeitalter steigt exponentiell und es ist nur in Ansätzen vorhersehbar, mit welchen Themen wir uns technologisch in den kommenden Jahrzehnten auseinandersetzen werden. Dass hier alle Bürger:innen digital derart fit bleiben, dass sie souverän digitale Entscheidungen treffen können, ist eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft.

In beruflichen und privaten Belangen wird es immer wichtiger, mit Online-Angeboten adäquat umgehen zu können. Nicht nur Kommunen, sondern auch viele Services des Alltages, wie beispielsweise die Angebote der Banken, werden zunehmend digitaler. Hier ist es entscheidend, dass alle Generationen gleichermaßen nicht den Anschluss verlieren bzw. diesen erstmal gewinnen.

Die Autor:innen der Bertelsmanns Publikation „Digital souverän? – Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter“ verweisen auf das Beispiel Finnland. In Finnland wird mit Hilfe einer Allianz aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft daran gearbeitet, die gesamte Bevölkerung digital fit zu machen. In einem Pakt für eine neue digitale Alphabetisierung ist es das Ziel, jede:n Bürger:in digital mündig zu machen.

Zudem werden im Rahmen der Publikation unter anderem fünf Thesen aufgestellt, welche Teilaspekte digitaler Souveränität aufgreifen.  Diese sollen verdeutlichen, was heute getan werden muss, damit man 2030 noch digital souverän ist.

1. Der digitale Wandel erfordert Orientierungs- und Gestaltungskompetenz sowie die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen.

2. Kontrollierbare Datensolidarität ist nötig, damit sich der gesellschaftliche Nutzen digitaler Technologien entfalten kann.

3. Die Gestaltung der Mensch-Technik-Interaktion muss Komplexität reduzieren und einem neuen Leitbild aktiventscheidender Nutzer:innen folgen.

4. Ethische Regeln sind Voraussetzung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Algorithmen.

5. Eine technikoffene Gesellschaft erfordert Partizipation auf Augenhöhe.

Das drittel Kapitel der Publikation setzt sich mit diesen Thesen auseinander.

Gerade der Punkt Kompetenzen ist auch für Kommunalverwaltungen entscheidend. Nicht nur die Kompetenzen bei den Bürger:innen müssen vorhanden sein, um die digitalen Services nutzen zu können, sondern auch fachliche Kompetenzen innerhalb der Verwaltung müssen verstärkt aufgebaut werden, je digitaler und technisch komplexer der Arbeitsalltag vor Ort wird.

Digitale Kompetenzen, die hierbei auch in Verwaltungen vorhanden sein sollten, sind beispielsweise ein grundlegendes Bewusstsein für digitale Sicherheit, etwa bei Phishing-Mails oder Viren. Bei dem Engagement der Städte und Gemeinden in sozialen Netzwerken ist darüber hinaus auch Kenntnis zum Umgang mit Hate Speech oder anderen Herausforderungen relevant.

Link zur Studie hier.

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