Förderprogramme

Engagierte Stadt – Bürgerschaftliches Engagement in Städten stärken


Eine „Engagierte Stadt“ möchte Menschen aus gemeinnützigen Organisationen, Unternehmen und der öffentlichen Hand zusammenbringen, um vor Ort gute Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement und Beteiligung zu schaffen. Es sollen sich solidarische Gemeinschaften entwickeln und die unterschiedlichsten Bewohner der Stadt zusammen und nicht nebeneinanderher leben. Das Programm entwickelt dafür gemeinsam mit zahlreichen Kommunen deutschlandweit Lösungen.

In der ersten Phase des Programms „Engagierte Stadt“ stellten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Bertelsmann Stiftung, die BMW Stiftung Herbert Quandt, der Generali Zukunftsfonds, die Herbert Quandt Stiftung, die Körber-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung  insgesamt mehr als drei Millionen Euro zur Verfügung. 2018 startete das Programm in seine zweite Phase. Zwischen 2018 und 2020 wurden weitere zwei Millionen vom Bundesfamilienministerium, der Bethe Stiftung, der Bertelsmann Stiftung, der Breuninger Stiftung, der Joachim Herz Stiftung, der Körber-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung investiert. Mitte dieses Jahres ist das Programm in seine dritte Phase gestartet. Die bundesweite Skalierung der Lösungen und die Vernetzung der teilnehmenden Städte stehen nun im Vordergrund. Die Teilnehmer sollen sich in städteübergreifenden Partnerschaften austauschen und voneinander lernen.

Ziel der Städte ist es, vor Ort ein Netzwerk des Engagements aufzubauen, welches über Jahre stabil bleibt und weiter wächst. Dafür ist es hilfreich, wenn in jeder Stadt ein sogenannter „Ankerplatz“ vorhanden ist. Also ein Ort, an dem Ideen geboren und Kontakte geknüpft, aber auch Verwaltungsaufgaben abgearbeitet werden können. Die Ankerplätze in den „Engagierten Städten“ sind sehr unterschiedlich. Meist bieten sich dafür Vereine und Organisationen verschiedenster Art an: vom Verein »Leben im Alter« (Bocholt) über ein SOS-Kinderdorf (Zwickau), eine Bürgerstiftung (Holzkirchen) bis hin zum örtlichen, gemeinnützigen Radio (Wilhelmshaven). Die Kernarbeiten der Organisationen können hierbei in der Jugend- oder Nachbarschaftshilfe oder der Kultur liegen. Vielfach sind die Organisationen schon lange Teil der städtischen Zivilgesellschaft.

Als besonders effektive Ankerplätze haben sich Mehrgenerationenhäuser sowie Freiwilligen- und Ehrenamtsbörsen bewährt. Beispielsweise ist die Ehrenamtsbörse in Neu-Ulm, als Projekt des örtlichen Familienzentrums, ein idealer Ankerplatz. Getragen von Diakonie und Caritas, wird die Institution von zwei großen Wohlfahrtsorganisationen geleitet. Diese kennen die Stadt und ihre Strukturen meist schon sehr gut und können beim Aufbau von nachhaltigem bürgerschaftlichem Engagement spannenden Input geben. Der Vorteil der Freiwilligen- und Ehrenamtsbörse als Ankerplatz ist zudem, dass diese bereits als Ansprechpartner für Bürger*innen, die sich für ein Ehrenamt interessieren und auch als Verbindungsstelle zu Vereinen und Institutionen, bekannt sind.

Auch 2021 und 2022 ist es für neue Städte möglich, sich an dem Projekt zu beteiligen. Insgesamt sollen so am Ende 100 Städte Teil der „Engagierten Stadt“ sein.  

Weitere Informationen zu dem Programm: https://www.engagiertestadt.de/

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