Städtebau

Formgebung der Zukunft - Wie innovativer Stadtumbau funktionieren kann


Eines seiner ersten Projekte war das Schwimmbad im Kopenhagener Hafen. Hier wurde gleichzeitig Zukunft gestaltet. Zukunft in dem Sinne, dass das Wasser des Hafens so sauber sein muss, dass die Kopenhagener problemlos in dem Wasser des Hafens schwimmen können. Viele seiner Projekte verfolgen die Intention Ökologie und Ökonomie, sowie Landschaft mit Architektur zu vereinen. Das Projekt 79& gestaltet nach dieser Devise ein Stück Stockholms mit. Das Appartmentgebäude ist auf zwei Seiten von einem Park umgeben und auf beiden anderen von der Stadt. Ingels war klar, dass Stadt-und Parkkulisse miteinander verbunden werden müssen, um dem dortigen Wohnen Lebensqualität zu schenken. Es sollten sowohl der Vorstadtflair als auch die Vorteile des urbanen Lebens den Bewohnern der Anlage zu Gute kommen. Der Bau einer Passage ermöglicht es den beiden Seiten sich miteinander zu verbinden.

Eines der Ziele hat die Architektur Ingels in den Metropolen dieser Welt mit denen der Stadtentwicklung in Deutschlands Städten und Gemeinden gemein: Die Wahrung der Lebensqualität vor Ort. Städte und Gemeinden müssen lebens-und liebenswert werden und bleiben. Mit innovativen Bauwerk und der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger kann eine solche Standortqualität entstehen.

Für den Innovators Club und die Kommunen ist das Motto des Stararchitekten „Yes is more“ eine unabdingbare Voraussetzung in Hinblick auf eine innovative Stadtentwicklung. An Bruchstellen des Alten müsse etwas Neues platziert werden und somit kann auch in den Kommunen ein attraktives Lebensumfeld geschaffen werden. Erfolgreiche Stadtentwicklung gelingt nur dann, wenn die Menschen vor Ort ihr Lebensumfeld mitgestalten. Unter dem Punkt der gleichwertigen Lebensverhältnisse in städtischen wie auch ländlichen Regionen soll eine solche Einbindung der Bürgerinnen und Bürger auch gewährleistet werden. Durch innovative Bauwerke und plurale Kunstformen sollen Städte und Gemeinden keinen totalen Umbruch vollziehen, vielmehr sollen die Bauwerke funktionalen Mehrwert schaffen und sich in das vorhandene Stadtbild einfügen.

Ingels stellte genau diesen Aspekt in Kopenhagen unter Beweis. Er und sein Team haben fast zeitgleich eines der kleinsten und eines der größten Projekte fertiggestellt: Das kleinste ist das Noma. Darunter versteht sich ein kleines Dorf aus individuellen Wohnungen und außergewöhnlichen Restaurants. Das größte verwirklichte Projekt ist die Errichtung einer Skipiste (Dry Slope) auf einem Müllheizkraftwerk. Ingels bewertet die Projekte nach ihrem Nutzen. Die Skipiste stellt den Anspruch an die Verbrennungsanlage so sauber sein zu müssen, dass Menschen dort unbedenklich Ski fahren können. Eines der größten Hindernisse gute Architektur zu schaffen, ist das Abweichen vom Gewöhnlichen. Dennoch schafft er es, das Ungewöhnliche zu verwirklichen und seinen Wunsch zu erfüllen, eine bessere und abwechslungsreichere Architektur durch seine Projekte zu verwirklichen.

Obwohl der dänische Stararchitekt Großprojekte in New York, China und Europa leitet kann diese innovative Stadtentwicklung ein Wegweiser für Städte und Gemeinden sein. Wenn man gemeinsam versucht der Zukunft eine Form zu geben, kann das Lebensumfeld in Städten und Gemeinden innovativ und qualitativ optimiert werden. Ingels Architektur ist oft ein gutes Beispiel für ressortübergreifende Stadtgestaltung. Er versucht mit seinen Projekten mehrere Herausforderungen der Städte gleichzeitig zu lösen. Für Ingels ist das Verhältnis zwischen Ökonomie und Ökologie ein essenzieller Faktor für seine Arbeiten. Dieser Ansatz kann auch in Städten und Gemeinden genutzt werden, mit dem Ziel die Lebensqualität vor Ort zu optimieren und so zu gestalten, wie es den pluralen Lebensformen in den Städten und Gemeinden entspricht.

Obwohl der dänische Stararchitekt Bjarke Ingels eigentlich Comic- Zeichner werden wollte ist er heute ein renommierter Architekt. 2005 machte er sich mit seiner Firma Bjarke Ingels Group selbstständig. Ingels ist derzeit Gastprofessor an der Columbia University in New York.

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