Umwelt

Hitzeanpassung in Freiburg im Breisgau


In dem Konzept wird deutlich, wo in der Stadt bereits schon Belastungen durch Hitze auftreten und wo diese in Zukunft am größten sein werden. Das trifft beispielsweise auf Gegenden zu, die stark bevölkert, nicht ausreichend begrünt oder in denen viele sensible Einrichtungen, wie Kindergärten, Altenheime oder Krankenhäuser zu verorten sind. Diese besonders durch Hitze betroffenen Gebiete in der Stadt bezeichnet man als „Hot Spots“. Freiburg weist insgesamt 14 davon aus. Wenn diese Bereiche nun städtebaulich entwickelt werden, ist es wichtig, auf günstige stadtklimatische Rahmenbedingungen zu achten. Dazu zeigt das Klimaanpassungskonzept nicht nur den Handlungsbedarf auf sondern enthält auch konkrete Empfehlungen welches Vorgehen geeignet ist, einen Beitrag zur städtischen Klimaerhaltung zu leisten, vom Gründach über Erholungsräume bis zum begrünten Gleisbett. Gerade Grünflächen tragen zur Kühlung in den Städten bei. Die Lösungsvorschläge sind umfassend in sogenannten Steckbriefen aufbereitet, was eine direkte Verwendung in Planungsverfahren ermöglicht. Für den Arbeitsalltag hat dieses Vorgehen einige Vorteile: Die zuständigen Mitarbeiter*innen können die stadtklimatischen Belange nun frühzeitig und fundiert in jedes Verfahren einbringen.

Große Herausforderungen in Bezug auf die Anpassung an den Klimawandel liegen auch im städtebaulichen Bestand. Hier kann die Stadtverwaltung ebenfalls ihr Konzept zur Hitzeanpassung nutzen. Eigentümer*innen von privaten Flächen- und Gebäuden sollen ebenfalls für die Hitzeanpassung sensibilisiert werden.

Freiburg im Breisgau erhielt für sein Konzept den Preis „Klimaaktive Kommune 2019“ in der Kategorie „Klimaanpassung“ vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik.


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