Ausgangspunkt war auch eine aktuelle Studie „Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung 2026“, die zeigt: Das Interesse an Automatisierung und KI ist immens. Gleichzeitig bestehen aber Herausforderungen bei Governance, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und der Frage, welche Technologie für welchen Anwendungsfall tatsächlich den größten Mehrwert bietet.
Deutlich wurde durch den Vortrag von Nicolas Mertens und in der anschließenden Diskussion: Digitalisierung muss kein Wettlauf um die neueste Technologie sein, sondern der Fokus sollte darauf liegen, die richtigen Werkzeuge zielgerichtet einzusetzen. APIs (Programmierschnittstellen) schaffen dabei die Grundlage für die Vernetzung von Systemen, RPA automatisiert bestehende Prozesse und kann Verwaltungen entlasten und KI-Agenten eröffnen neue Möglichkeiten für intelligente und flexible Prozesssteuerung. Dabei steht nicht das Ersetzen menschlicher Arbeit im Vordergrund, sondern vielmehr die gezielte Unterstützung der Mitarbeitenden. Nicolas Mertens betonte: „KI-Agenten unterstützen, aber sie ersetzen nicht.“ Gerade bei der Einführung neuer Technologien sind daher auch der Austausch und der Aufbau von Kompetenzen entscheidend. „Kompetenzzentren, wo Mitarbeiter zusammenkommen und sich beraten, sind wichtig“, so Mertens. Entscheidend sei dabei das Zusammenspiel der Technologien. Und schließlich brauche es auch weiterhin die Mitarbeitenden der Verwaltung, nicht zuletzt um Verantwortlichkeiten, Haftungsrisiken und den Datenschutz im Blick zu behalten.
Welches Potenzial die Automatisierung insbesondere für Kommunen bietet, machte Nicolas Fröhlich deutlich. „Wiederkehrende Aufgaben sollen die Bots übernehmen. Aufgaben, die Mitarbeiter nicht gerne machen“, erklärte er. Gerade kleinere Kommunen stehen häufig vor der Herausforderung, mit begrenzten personellen Ressourcen und fehlender IT-Expertise die Digitalisierung voranzutreiben. Deshalb werde derzeit getestet, ob sich kleine, wiederkehrende Aufgaben vereinheitlichen und für mehrere Kommunen durch Software-Roboter von Komm.ONE übernehmen lassen.

