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Kommunale Ernährung im Wandel – Städte fördern nachhaltige und gesunde Ernährung


Mit dem Netzwerk „Biostädte“ haben sich Städte wie München, Bremen, Nürnberg und Karlsruhe zusammengeschlossen, um die kommunale Ernährungspolitik gemeinsam gezielt zu steuern und verändern. Das gemeinsame Ziel liegt darin, den Anteil an Bio-Produkten und Bio-Essen in öffentlichen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen oder Justizvollzugsanstalten zu erhöhen. In Nürnberg findet zudem jedes Jahr die weltweit größte Messe für Bioprodukte, ihren Anbau und Vertrieb statt. Seit dem Jahr 2003 werden Bildungseinrichtungen in Nürnberg bereits mit Bio-Catering versorgt und der Fokus auf regionale und saisonale Produkte gelegt. Die Nürnberger Bürgerinnen und Bürger haben mittels „Bio auf Tour“ zweimal jährlich die Möglichkeit Biobetriebe und Produkte in der Region anzusehen und mehr über die Produktionsarten und Umweltauswirkungen zu erfahren.

Die Ernährungsräte in Berlin, Köln und Kiel befassen sich unter anderem mit urbaner und solidarischer Landwirtschaft, sowie der Begrünung von Neubauten und Umgestaltung der Stadtlandschaft. Außerdem wird ein Wandel zu einer essbaren Stadt angestrebt, indem Gemeinschaftsgärten gefördert werden. Bürgerinnen und Bürger werden animiert, Nutzpflanzen anzubauen, auf öffentlichen Grünflächen sollen Kartoffeläcker oder Obstbäume wachsen. Der Wandel soll auch die Lebensqualität und den Alltag der Bürgerinnen und Bürger dahingehend verändern, dass die Landwirtschaftsflächen zu Lebensmittelpunkten werden, an denen Lebensmittel produziert, gehandelt und verarbeitet werden.

Ein Leitbild für den kommunalen Ernährungswandel ist vor allem Kopenhagen. Mit der Stiftung „House of Foods“ wird die Qualität der Mahlzeiten im öffentlichen Bereich und öffentlichen Einrichtungen verbessert und insbesondere versucht in der Gesellschaft eine nachhaltige, öffentliche Esskultur zu etablieren. Dabei klären Köche, Ernährungsberater*innen, Ethnolog*innen und weitere Expert*innen im Bereich Nachhaltigkeit und Ernährung Wissen über Lebensmittelerzeugung, Konsum und Umweltschutz auf und zeigen, inwiefern alle Bereiche miteinander verkettet sind und somit einen Einfluss auf die Umwelt nehmen. Auch die Umstellung von konventionellen Produkten und Vertrieben hin zu Bioqualität wird angestrebt.

Sowohl die Städte und Gemeinden als auch die Zivilgesellschaft sollten Verantwortung für eine nachhaltige Ernährung tragen. Die Städte fühlen sich insbesondere verantwortlich für die gesundheitlichen Auswirkungen von Ernährung. Somit sollen Krankheiten eingedämmt werden, die mit Ernährungsweisen zusammenhängen, wie etwa Diabetes, Übergewicht oder Allergien. Eine nachhaltige und gesunde Ernährung ist damit auch ein zentraler Beitrag für die Gesundheit, sodass Kommunen auch in diesem Aspekt Prioritäten setzen und gesunde Ernährung fördern.

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