Digitalisierung

Mangelnder Digitalkompetenz begegnen


Der Bedarf an digitalen Grundkompetenzen von Seiten der KMU und Kommunen ist groß. Unternehmen, aber auch Kommunen können sich Digitalkompetenzen auf drei Wegen beschaffen: Rekrutierung, Auslagerung und Weiterbildung. Die Option der Weiterbildung wird bei den meisten Unternehmen vollzogen, um die Lücke in den Digitalkompetenzen der Mitarbeiter zu füllen. Für insgesamt 70 Prozent der Unternehmen spielen Weiterbildungsmaßnahmen eine essenzielle Rolle bei dem Aufbau von Digitalisierungskompetenzen und -strategien. Der voranschreitende technologische Wandel führt bei drei von vier Beschäftigten zu der Angst, ihren Job zu verlieren. Das Vertrauen der Menschen geht verloren, da der technologische Wandel zu schnell voranschreite und die Menschen sich abgehängt fühlen. Dies kann gleichzeitig Auswirkungen auf die Strukturen von ortsansässigen Unternehmen in Kommunen haben. Fehlt das Vertrauen in einen sicheren Arbeitsplatz ist die Konsequenz die Abwanderung der Arbeitnehmer*innen aus den Kommunen. Dies zeigt die Studie „Edelman Trust Barometer“. Das „Edelman Trust Barometer“ ist eine jährliche Studie zu Vertrauen in Regierungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wirtschaft und Medien, die in diesem Jahr zum 20. Mal durchgeführt worden ist.

Auch Kommunen können sich der Digitalisierung nicht entziehen. Es müsse ein aktives Leistungsangebot bereitgestellt werden, um wettbewerbsfähig gegenüber anderen Kommunen und Städten zu bleiben. Diese diene auch dazu, dass sich Kommunen im internationalen Standortwettbewerb um Unternehmen und Bürger*innen sich behaupten können. 80 Prozent der Kommunen erachten Digitalisierungsstrategien als sinnvoll, aber nur 40 Prozent besitzen bereits eine solche. Kommunen, die noch keine Digitalisierungsstrategie haben, wird eine Potenzialanalyse vor Ort nahe gelegt. Des Weiteren wird die Kommunikation mit unter anderem ortsansässigen Unternehmen für die Ausarbeitung einer Strategie vor Ort empfohlen. Somit können unterschiedliche Faktoren in eine Planung mit einbezogen werden und der Strategieprozess kann multilateral abgestimmt werden.

Mit dem Ziel die Potenziale der Digitalisierung in den Kommunen auszuschöpfen, sind zum einen punktgenaue Investitionen erforderlich und zum anderen ausreichend personelle und finanzielle Kapazitäten. Diese werden zur Planung, Beratung und Umsetzung von Projekten benötigt.

Um die Digitalkompetenz aller Mitarbeiter*innen in einer Kommune zu stärken, hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund die Initiative „Digital qualifiziert – smarte Weiterbildung für Kommunen“ zusammen mit der Lernplattform Masterplan gestartet. Städte und Gemeinden können ihre Mitarbeiter*innen über die eLearning-Angebote der Plattform schulen und so aktiv am digitalen Wandel teilhaben lassen. Weiterbildung wird damit aus seinem starren Gerüst der Orts- und Termingebundenheit herausgehoben und durch interaktive Videos zu einem individuellen Prozess.

Studien:

https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-2020/Fokus-Nr.-277-Februar-2020-Digitalkompetenzen.pdf

https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-2019/Fokus-Nr.-276-Dezember-2019-Digitalisierung-in-Kommunen.pdf

Weitere Informationen zur Initiative:

www.dstgb.de

www.masterplan.de/dstgb

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