Smart city

Smart City Workshop


Dieser fand am ersten Veranstaltungstag, dem 22.10.2019, zwischen 15:00 und 17:00 Uhr im City Cube Berlin statt und erfreute sich großen Andrangs. Der Workshop baute auf den Ergebnissen des Smart City Readiness Check auf, die vom DStGB Sprecher Alexander Handschuh vorgestellt wurden. In dieser Umfrage unter den 500 größten Städten in Deutschland hatten der Innovators Club und der TÜV Rheinland Anfang 2019 den Stand der Digitalisierung abgefragt und sich dabei vor Allem auf die Themen digitale Infrastruktur, eGovernance, Mobilität und Energie konzentriert.

Das Ergebnisse waren Großteils wenig erfreulich, jedoch nicht unerwartet: Der Stand der Umsetzung digitaler Lösungen in deutschen Kommunen ist sehr unterschiedlich und viele deutsche Städte haben noch einen weiten Weg zur Smart City vor sich. Außerdem wurde deutlich, dass viele Kommunen die staatlichen Fördermöglichkeiten für den Ausbau im Bereich der Digitalisierung nicht konsequent nutzen.

Der auf den Ergebnissen basierende Workshop bestand aus insgesamt drei Sessions mit je einem Impulsvortrag und dazu parallel ablaufenden Live-Abstimmungen und offenen Diskussionen.

Der erste Vortrag behandelte das Thema „Digitale Infrastruktur“, es referierten Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (BREKO). Der Branchenverband repräsentiert den Großteil der deutschen Festnetzwettbewerber und tritt seit seiner Gründung für Infrastrukturwettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt ein. Außerdem sprach Thomas Dettenberg, der die Kommunikationsgesellschaft GelsenNet leitet, welche Betreiber eines eigenen, regionalen Glasfasernetzes ist und Leistungen in allen Bereichen der Kommunikation von Sprache, Daten und Internet anbietet. Beide konnten aus ihren langjährigen Berufserfahrungen berichten und durch die Live-Abstimmungen mit den Zuhörern interagieren.

Das dringende Anliegen der verbesserten Mobilität durch Digitalisierung in Städten wurde durch Ralf Tank vorgestellt, der für das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Darmstadt tätig ist und die Besucher des Workshops von den in Darmstadt bereits umgesetzten Ideen für einen verbesserten Verkehrsfluss begeistern konnte. In der 2017 gekürten Digitalstadt kann durch intelligente Verkehrssensoren und Leitsysteme eine gezieltere Steuerung der Verkehrsmengen durchgeführt werden. Hierfür erkennen Sensoren die Fahrzeugtypen und Durchschnittsgeschwindigkeiten der vorbeifahrenden Fahrzeuge, die dann über Verkehrslenkungsmaßnahmen geleitet werden können. Diese zukunftsweisende Technik wirkt umweltschonend und zeitsparend. Der echtzeitfähige städtische Verkehrsrechner kann die eigens ermittelten Verkehrs- sowie umweltbezogene Daten in zukünftige Steuerungskonzepte einbinden, die Ergebnisse werden als OpenData bereitgestellt und dienen z.B. wissenschaftlichen Forschungsarbeiten der technischen Hochschulen und Start-Ups. Außerdem profitieren die Bürger* innen von einer App, die es ermöglicht die eigene Geschwindigkeit auf die Schaltungen der Ampeln anzupassen, die in einer App gezeigt werden.

Abschließender Referent war Daniel Föst, der 2017 als Spitzenkandidat der bayerischen Landesliste der FDP in den Bundestag einzog und dort als bau- und wohnungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion aktiv ist. In seinem Beitrag zur Konnektivität plädierte er dafür die schon vorhandenen technischen Möglichkeiten in den Kommunen vor Ort zu nutzen.

Zum Schluss der erfolgreichen Veranstaltung reflektierte Gürkan Ünlü, Senior Vice President beim TÜV Rheinland, die Ergebnisse und gab einen Ausblick auf künftige Projekte, die dabei helfen werden, deutsche Städte Smart City tauglicher zu machen.

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