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Wohnen in Zeiten von Corona – weiterhin steigende Preise und wachsende Überbelegung


Die Überbelegungsquote ist im Jahr 2019 deutlich angestiegen. Durchschnittlich lebten 7,8 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland auf zu wenig Raum. Als überbelegt gilt eine Wohnung oder Unterkunft, wenn zu wenige Zimmer im Verhältnis zu der im Haushalt lebenden Personenzahl vorhanden sind. Auch bei Single-Haushalten gilt eine Wohnung als überbelegt, wenn sie nur über ein Zimmer verfügt und nicht beispielsweise ein Schlafzimmer und ein Wohnzimmer. Das heißt, das Alleinlebenden mindestens zwei Zimmer zur Verfügung stehen müssen, um nicht als überbelegt zu gelten. Nach dieser Einteilung wohnten 12 Prozent der Ein-Personen-haushalte 2019 auf zu engem Raum.

Vor allem in Großstädten steigt die Nachfrage nach Wohnungen und Immobilien, aber auch in Kleinstädten und Vororten wird verfügbarer Wohnraum knapper. Anders ist es lediglich in ländlichen Räumen, bei denen ein gegenläufiger Trend zu verzeichnen ist, sodass im Jahr 2019 4 Prozent der Wohnungen überbelegt waren, 0,7 Prozentpunkte weniger als zuvor.

Weiterer Anstieg der Immobilienpreise

Anders als zu Beginn der Corona-Pandemie erwartet, stiegen die Wohnungs- und Immobilienpreise im Laufe des Jahres 2020 weiterhin an. Entgegen der Erwartung, dass die Nachfrage aufgrund von Kurzarbeit, möglichen Privatinsolvenzen oder anderen finanziellen Schwierigkeiten sinken würde, stieg sie weiterhin an und die Immobilienpreise stiegen nach einer Schnellschätzung des Statistischen Bundesamtes im dritten Quartal so stark an wie zuletzt Ende des Jahres 2016. Es wird angenommen, dass der Preisanstieg der Wohnimmobilien gerade wegen der Corona-Pandemie zu verzeichnen ist. Aufgrund der Konsequenzen des Lockdowns in Form von Home-Office, Home-Schooling und deutlich mehr Zeit in den eigenen vier Wänden, steigt das Bedürfnis sich wohnungstechnisch zu vergrößern. Wenn es finanziell möglich ist, vergrößert sich der Wunsch mit der eigenen Familie oder anderen im Haushalt lebenden Personen auf weniger engem Raum zu leben. Bei wachsender Nachfrage und gleichbleibendem Angebot steigen dementsprechend auch die Wohnung- und Immobilienpreise. Zudem wirken niedrige Hypothekenzinsen unterstützend und machen Investitionen in Immobilien attraktiv.

Bei den Angaben handelt es sich um eine Schnellschätzung des Statistischen Bundesamtes, regulär werden die Daten am 28. Dezember 2020 veröffentlicht.

Zur Seite des Statistsichen Bundesamts hier.


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