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Umdenken bei der Paketzustellung und der „letzten Meile“: Kommunen sind gefragt


Ein Blick auf die „letzte Meile“ lohnt sich 

Der letzte Zustellschritt vor der Paketübergabe, ist der entscheidende Schritt in der Branche wobei 50 Prozent der Kosten bei der Paketzustellung entstehen. Die Paketdienstleister sind sich wiederum einig, dass die „letzte Meile“ zukünftig verbessert werden muss. Unterschiedliche Faktoren wie zum Beispiel zu volle Innenstädte, Fahrermangel oder Parkplatzengpässe und daraus resultierende Staus müssen entgegengewirkt werden. Diese hemmen die Produktivität der Zustellung von Paketen. Der Druck in der Logistik- und Zustellungsbranche ist also mehr denn je zu spüren. 

Um Lösungen zu etablieren arbeitet die Branche bereits an neuen innovativen Konzepten: Viele Firmen setzten bei der Zustellung auf Paketkästen als Alternative zu einer herkömmlichen Direktübergabe. Im Trend sind zudem Mikro-Depots, kleine Sammelstellen in der Stadt, von wo aus Elektro-Lastenräder die Ladung weiter transportieren können. Diese Alternative bietet eine umweltfreundliche Lösung für die Zustellung von Paketen und begegnet dem Problem der zu vollen Innenstädte mit einem zu hohen Verkehrsaufkommen. Auch soll die Digitalisierung für Entlastung in diesem Bereich sorgen. Die Nutzung von Echtzeit-Navis kann die Routen optimieren und vielmehr noch die Möglichkeit für Empfänger bieten, bessere Lieferzeiten- und Fenster, sowie konkrete Zustelltage zu wählen und anzugeben. 

Die Deutsche Post zieht eine ganz andere Optimierung der Paketzustellung in Erwägung. Der Post-Betriebsratschef, Thomas Koczelnik, befürwortet, dass in Zukunft nur noch ein Zustelldienst pro Straße Lieferungen an die Empfänger ausliefern dürfe. Das Entsetzen in der Branche viel erwartungsgemäß groß aus und kritisierte, dass dabei der Wettbewerbsanreiz verloren geht. Die Kritik an der Lösungsidee eines Zustelldienstes pro Straße bezieht aber nicht mit ein, dass der Wettbewerb, ausgetragen mit riesigen Lieferflotten, laut Fraunhofer-Institut für jeden fünften Stau in der Stadt verantwortlich ist. Zudem würde somit der CO2-Ausstoß in den Städten um 15 Prozent verringert werden. 

Umfangreiches Gestaltungspotenzial haben nun die Kommunen selber. Wichtig ist dabei unterschiedliche Kriterien zu beachten. Die freiwillige Kooperation der Unternehmen untereinander kann die Problematik rund um die Zustellung von Paketen sehr viel schneller vereinfachen. Gleichzeitig ist es aber auch unabdingbar, dass der Lieferverkehr in den Innenstädten und vor allem in den Ortskernen neu gedacht werden muss. Die dargelegten Alternativen zu der herkömmlichen Zustellung von Paketen können für die Kommunen als Anreiz dienen, einen kooperativen und zugleich umweltfreundlichen Weg zu finden. 

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