Erneuerbare Energie

Kommunale Wärmewende – Hemmnisse für Kommunen


Der Wärmesektor hat insgesamt einen Anteil von ca. 40 Prozent an den energiebedingten Kohlenstoffdioxid-Emissionen in Deutschland. Besonders Kommunen haben eine zentrale Rolle, um die Wärmewende umzusetzen und damit auch die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen.

Laut der Befragung von AEE und Fraunhofer IEE ist vor allem das Genehmigungsrecht für Verfahren für Windenergie- und Geothermieanlagen zu aufwändig. Darüber hinaus sind auch die Regelungen im Energierecht zu kompliziert. Dies verursacht unter anderem wirtschaftliche Unsicherheiten für Investoren, die noch keine regenerativen Wärmeprojekte umgesetzt haben. Zudem sind hohe Förderanforderungen ein zusätzliches Hemmnis für viele Städte und Gemeinden.

Des Weiteren sind die unklaren Regelungen zur Eigenversorgung aus Anlagen im direkten räumlichen Zusammenhang eine Herausforderung für Kommunen. Hierdurch wird die Sektorkopplung erschwert. Einige Städte und Gemeinden nannten Beispiele, in der eine Abschaltung der Windenergieanlage wirtschaftlich sinnvoller war als die Anwendung im Rahmen der Sektorkopplung und die Zahlung der EEG-Umlage.

Ein weiteres Hemmnis für Kommunen ist der Mangel an Fachpersonal. In zahlreichen Städten und Gemeinden fehlt in der Verwaltung Personal, das sich mit den Technologien auskennt, Bedarfe erkennt und derartige Projekte planen und umsetzen könnte. Dies betrifft vor allem Projekte zur Integration von erneuerbarer Energie in Wärmenetze.

Zudem ist in einigen Kommunen auch ein mangelndes Problembewusstsein an verschiedenen Stellen in der Verwaltung vorhanden. Die teilweise immer noch vorhandene Skepsis gegenüber regenerativen Wärmeprojekten führt vielfach dazu, dass Projekte „hängen bleiben“. Des Weiteren sind auch fehlende finanzielle Mittel ein Hindernis für derartige Projekte.

Insgesamt wurden in der Studie 30 Kommunen im zweiten und dritten Quartal 2020 befragt, von denen elf Kommunen bereits regenerative Wärmeprojekte umgesetzt hatten. Im Rahmen der Studie wurden die Kommunen in Vorreiter-Kommunen (11 Kommunen) sowie Einsteiger-Kommunen (19 Kommunen) unterteilt. Bei der Einstufung waren sowohl Kriterien wie die Einbildung der Bürger:innen oder Klimaschutzkonzepte entscheidend. Vorreiter-Kommunen sind auf einem guten Weg zur Erreichung der Klimaschutzziele 2050. Einsteiger-Kommunen haben bislang noch keine Projekte im Bereich der Wärmewende durchgeführt.

Weitere Informationen unter

https://www.unendlich-viel-energie.de/befragung-verdeutlicht-hemmnisse-bei-der-umsetzung-der-kommunalen-waermewende

https://www.erneuerbareenergien.de/kommunen-stehen-vor-huerden-bei-der-dekarbonisierung-der-waermenetze

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