Ein Baum, der geteilt ist: die eine Hälfte ist grün, die andere Hälfte grau und tot. Im Vordergrund ein roter Balken mit der Aufschrift "Klimawandel".

Klimawandel

Grüne Infrastruktur für Städte


Wissenschaftler:innen der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“ prognostizieren einen durchschnittlichen Temperaturanstieg in urbanen Regionen von im äußersten Fall über vier Grad Celsius innerhalb der nächsten 80 Jahre. Parallel würde laut dieser Prognose die Luftfeuchtigkeit in Städten sinken. Dieser Trend hat sowohl ökologische als auch gesundheitliche Folgen.

Aufgrund der vielen Beton- und Asphaltoberflächen sind Städte wesentlich leichter und stärker aufzuheizen als ländliche Regionen. Urbane Regionen würden bei fortschreitendem Klimawandel dementsprechend wärmer und trockener werden als ländliches Umland. Die anhaltende Hitze in Kombination mit zunehmend trockener Luft ist eine Belastung für die Gesundheit und die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner. Die Wahrscheinlichkeit für Kreislaufzusammenbrüche und hitzebedingte Erkrankungen steigt und das Stadtleben wird zunehmend anstrengend. Neben dem Gesundheitsaspekt sind die ökologischen Auswirkungen ebenfalls eine große Herausforderung.

Um den steigenden Temperaturen und der sinkenden Luftfeuchtigkeit entgegenzuwirken, wird  zunehmend zum Aufbau einer grünen Infrastruktur geraten. Dem Effekt der Aufheizung soll mit grünen Städten begegnet werden. Das bedeutet, dass die Begrünung von Flächen und Gebäuden ausgebaut und nachhaltig und flächendeckend in Städten umgesetzt wird. Durch die Verdunstung von Wasser auf der Oberfläche von Pflanzen, kann ein kühlender Effekt erzielt werden. Grüne Infrastruktur wird bereits in mehreren Großstädten wie New York oder Barcelona umgesetzt. Auch in deutschen Großstädten wie Berlin zeigen Modellierungen, dass die Hauptstadt in Zukunft im Vergleich zum Umland weiterhin wärmer und trockener wird. Eine weitreichende Etablierung von Grünflächen wäre eine Möglichkeit, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

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