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Innovators Lounge "Facetten des Wandels"

KI als Steuerfahnder

Künstliche Intelligenz kann bereits heute dazu beitragen, Verwaltungshandeln schneller und effizienter zu machen. Dies zeigt ein Beispiel aus der Finanzverwaltung.

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Im Zuge der Veröffentlichungen der Panama Papers wurden viele steuerfahndungsrelevante Daten zugänglich. Unter anderem die Steuerfahndungsstelle im Finanzamt Kassel II wertet zusammen mit dem Bundeskriminalamt (BKA) diese Daten aus. Aufgrund der großen Datenmengen bietet sich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI)  bei der Analyse an. Die KI lernt hier anhand der Fälle, welche durch menschliche Ermittler schon bearbeitet worden sind. Je mehr Fälle in das System eingespeist werden, desto qualitativ hochwertiger  ist das Ergebnis der elektronischen Untersuchung. 

In der Behörde in Kassel arbeiten 45 Computerforensiker und Steuerfahnder an der Auswertung von Steuerdaten mit Hilfe von KI. Dies ist möglich, da das Finanzamt II dort ebenfalls für die Bearbeitung digitaler Massendaten zuständig ist.
Darüber hinaus investiert das Land Hessen in die Ausbildung zukünftiger KI-Steuerfahnder durch eine Kooperation mit der Universität Kassel.


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© DStGB, Berlin, 02.01.2019